Cully 2019: Sonniger Auftakt für die Jazz Saison am Genfer See mit Rhoda Scott

Schneebedeckte Berge, azurblaues Wasser und gelbe Farbtupfer: Zum Auftakt des diesjährigen Festivalsaison am Genfer See zeigt sich der Frühling von seiner besten Seite.  Schon die Zugfahrt von Lausanne nach Vevey stimmt perfekt  auf die Jazz-Konzerte und Jam-Sessions ein. Am Ufer gegenüber ragen die Gipfel der französischen Alpen in den Himmel. Hier in der Westschweiz ist der französische Einfluss allgegenwärtig, nicht nur die Menschen sprechen Französisch, auch das Lebensgefühl ist spürbar vom Laissez-faire des südlichen Nachbarlands geprägt.

Die glamouröse Riviera zwischen Lausanne und Montreux ist in der Musikszene weltbekannt, denn hier findet im Sommer das berühmte Jazzfestival von Montreux statt. Nur wenige Kilometer vor Montreux staffeln sich die Weinterrassen des Lavaux. Diese einzigartige Region zwischen See und Bergen gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier werden phantastische Weißweine kultiviert, von denen mangels Masse nur wenige ins Ausland exportiert werden. Es lohnt sich also, selbst hierher zu kommen. Das Cully Jazzfestival bietet dazu die perfekte Gelegenheit.  Sein kleines, aber feines Programm ist ein guter Auftakt  für die Jazzsaison am Lac Leman, wie hier der Genfer See genannt wird. Bereits nachmittags versammeln sich die Musikfans und Flaneure an der Uferpromenade von Cully, um auf der Kaimauer zu picknicken oder von Zelt zu Zelt zu schlendern. Abends öffnen dann die Winzer ihre Weinkeller für den Swing.